Wer denkt, er müsse für eine Bewerbung auf einen Job in England oder Amerika einfach nur seine deutsche Bewerbung übersetzen, der irrt sich. Eine Bewerbungsmappe auf Englisch ist nicht nur in einer fremden Sprache, sondern sie hat auch andere wesentliche Unterschiede.
Um sich auf Englisch erfolgreich zu bewerben, sollte man einige Grundregeln beachten. In Deutschland herrschen in Bezug auf die Richtlinien für eine komplette und angebrachte Bewerbung andere Normen als in England oder anderen Ländern im Ausland. Ob Lebenslauf oder Anschreiben, wir zeigen die wesentlichen nationalen Geflogenheiten und erläutern, worauf man bei einer Bewerbung auf Englisch achten sollte.
Unterschiede Bewerbung Deutsch/ Englisch
Bei allem Eifer, den wir bei einer Bewerbung in Deutschland an den Tag legen, sollte man für eine Bewerbung auf Englisch keine Angst haben, wegen unvollständigen Unterlagen aus dem Rennen zu sein. Im Gegenteil: In Großbritannien besteht eine Bewerbung nur aus Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Konkret heißt das, dass es aus Gründen der Diskriminierung in der englischen Bewerbung folgende Elemente nicht geben sollte/ muss:
- Bewerbungsfoto
- Eltern
- Familienstand
- Ethnische Zugehörigkeit und Religionszugehörigkeit
- Datum mit Unterschrift
Das Geburtsdatum und die Nationalität sind nur bei einer Bewerbung nach Großbritannien direkt anzugeben.
Bewerbungsschreiben auf Englisch
Beim Bewerbungsschreiben, genannt Covering Letter, richtet man sich nach den Standards für englischsprachige Geschäftsbriefe. Die Absenderadresse steht dabei oben rechts, die des Empfängers auf der linken Seite unter der eigenen. Der Firmenname sowie der Name des Ansprechpartners sollten dabei immer in voller Länge und mit allen Titeln angegeben werden.
Das Datum wird stets ohne Ortsangaben geschrieben. In Großbritannien schreibt man TT.MM.JJJJ, also beispielsweise 20 October 2005. In Amerika aber MM/TT/JJJJ, d.h. October 20, 2005. Bei unbekanntem Ansprechpartner bei der Bewerbung schreibt man „Dear Sir or Madam“ in die Anrede, sonst den vollen Namen. Genauso gibt es Unterschiede in der Grußformel zum Abschied.
Bei unbekanntem Empfänger schreibt man am Ende „Yours faithfully“. Konnte man oben einen Namen setzten, darf es auch „Yours sincerely“ sein. Nur bei persönlicher Bekanntschaft kann man auch „Best regards“ oder „Kind regards“ zum Abschied setzen. Nach einem Komma setzt man seine Unterschrift und anschließend noch den ausgeschriebenen Namen.
Lebenslauf auf Englisch
Der englische Lebenslauf ist zum einen immer umgekehrt chronologisch, d.h. er beginnt immer mit dem Aktuellsten und endet mit der Geburt. Im Britischen wird der Lebenslauf „Curriculum Vitae“ betitelt, im Amerikanischen aber „Personal Resume“.
Wer sein Studium gerade erst beendet hat, sollte den Lebenslauf damit beginnen. Ansonsten sollte man darauf achten, dass folgende Punkte in dieser Reihenfolge zur Sprache kommen: Persönliche Daten / Personal Details, Berufsziel / Job Objective, Persönliches Profil / Personal Profile, Berufliche Erfahrungen / Work Experience, Hochschulbildung, Weiterbildung, Schulbildung / Education und Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten / Additional Skills.
Freizeitaktivitäten sollten nur genannt werden, wenn sie für den zukünftigen Job qualifizieren. Am Ende der Bewerbung listet man dann seine Referenzen / References mit Ansprechpartnern auf. Na dann, Good Luck!
